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Alexander, Eduard

* 14.3.1881, † 1.3.1945

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


(* 1881 – † 1945)
Geboren am 14. März 1881 in Essen. Abitur in Essen, Jurastudium in Freiburg, Lausanne und Berlin. 1909 Rechtsanwalt bei der Allgemeinen Versicherungs-Aktionsgesellschaft in Magdeburg; 1911 Rechtsanwalt in Berlin. Seit 1908 verheiratet mit Gertrud Alexander, geborene Gaudin.
Eduard Alexander war Gründungsmitglied des Spartakusbundes und der KPD in Berlin. Von 1921 bis 1925 dort Stadtverordneter. Unter dem Pseudonym E. Ludwig leitete er 1922 den Pressedienst der KPD, Anfang 1924 war er kurze Zeit Chefredakteur der »Roten Fahne«, dann jahrelang deren Wirtschaftsredakteur, sogar in der Ruth-Fischer-Ära, obwohl er der Mittelgruppe angehörte. 1929 als Versöhnler abgelöst. Von 1928 bis 1930 Reichstagsabgeordneter, danach als Versöhnler nicht mehr aufgestellt. Rechtsanwalt in Berlin-Friedenau. Im August 1931 wählte die Gemeinde Boizenburg (Mecklenburg) Alexander mit 1752 Stimmen der KPD und SPD gegen den Vertreter der NSDAP (1625 Stimmen) zum Bürgermeister. Da die mecklenburgische Regierung seine Bestätigung verweigerte, konnte er dieses Amt nicht ausüben. Nach 1933 Berufsverbot, Alexander betätigte sich bis 1940 als Schiedsmann in Handelsangelegenheiten bei der deutsch-sowjetischen Handelsgesellschaft. Am 2. August 1944 verhaftet, kam Eduard Alexander am 1. März 1945 während des Transports vom KZ Sachsenhausen ins KZ Bergen-Belsen ums Leben.

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