Biographische Datenbanken

Almstadt, Bernhard

* 23.8.1897, † 6.11.1944

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 23. August 1897 in Hannover-Linden als dreizehntes Kind des Schuhmachers Wilhelm Almstadt. Kaufmännische Lehre und Arbeit als Angestellter, seit 1913 Mitglied der Arbeiterjugend, ab 1916 Soldat im Ersten Weltkrieg. Er gehörte 1918 gemeinsam mit Karl Fugger zu den Mitbegründern der FSJ in Hannover-Linden. Seit 1919 Mitglied der KPD, wurde er 1920 stellvertretender Jugendleiter des KJD-Bezirks Niedersachsen. 1922 sechs Monate Kursant der KPD-Parteischule in Berlin, anschließend hauptamtlicher Angestellter der BL Niedersachsen. Im Herbst 1923 Bezirksleiter für Braunschweig. Von 1924 bis 1926 zunächst Redakteur, anschließend Geschäftsführer der Parteizeitung »Tribüne« in Magdeburg, 1927 der Parteizeitung in Hagen/ Westfalen, von 1928 bis 1930 des »Ruhrechos«. 1930 wurde Almstadt vom ZK zum Geschäftsführer des Arbeiter-Sport-Verlages in Berlin berufen. Er war Mitglied des Sekretariats der Reichsleitung für rote Sporteinheit und gehörte ab 1933 zu deren illegaler Reichsleitung. Am 12. Oktober 1933 verhaftet und am 6. Dezember 1934 zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. 1935 entlassen, betätigte er sich weiter illegal, hatte Verbindung zur Uhrig-Gruppe und zur Widerstandsgruppe um Anton Saefkow. Gemeinsam mit seiner Frau Erna leistete er Kurierdienste. Durch Verrat am 12. Juli 1944 erneut verhaftet und vom 1. Senat des VGH am 19. September 1944 zum Tode verurteilt. Am 6. November 1944 wurde Bernhard Almstadt im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Erna Almstadt, geborene Duwe, geb. am 28. Dezember 1894 in Hannover als Tochter eines Uhrmachermeisters, war Hausmädchen und Fabrikarbeiterin. Seit 1920 KPD-Mitglied, heiratete 1921 Bernhard Almstadt. 1924 Buchhalterin, u. a. beim »Ruhrecho«, von 1930 bis 1932 beim Freidenkerverlag. Im August 1933 verhaftet; nach einigen Wochen freigelassen. Ab Oktober 1945 Mitarbeiterin im ZK der KPD, dann Buchhalterin bei der SED-Holding Zentrag. Erna Almstadt starb am 9.März 1990 in Berlin.

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Karl Dietz Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
Karl Dietz Verlag Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Tel. 030 - 29 78 45 34

Zum Abkürzungsverzeichnis