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Boelke, Richard

* 7.3.1868, † 27.11.1943

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 7. März 1868 in Halle/Saale; Tischler. 1919 Mitglied der USPD. Boelke wurde am 6. Juni 1920 als USPD-Abgeordneter in die Bremer Bürgerschaft gewählt. Ende 1920 ging er mit der Minderheit der Bremer USPD in die VKPD. Am 1. Februar 1924 kam er als Nachrücker erneut für die KPD in die Bremer Bürgerschaft. Als im Mai 1924 die Fischer-Maslow-Führung mit Eugen Eppstein, und Max Kranz eine linke BL in Bremen installierte und namhafte langjährige Bremer Kommunisten wie Wilhelm Dantz, Wilhelm Deisen und Adolf Ehlers ausschloß, verließ Boelke die KPD im Juni des gleiches Jahres aus Protest gegen die neue Linie. Er gehörte bis zum Ende der Legislaturperiode am 6. Dezember 1924 der Bürgerschaft als fraktionsloser Abgeordneter an, danach trat er politisch nicht mehr hervor. Richard Boelke starb am 27. November 1943 in Bremen.

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