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Böning, Hermann

* 18.5.1894, † 2.11.1939

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 18. Mai 1894 in Heidelberg, Sohn eines Arbeiters. Von 1908 bis 1911 Schlosserlehre, von 1914 bis 1918 Soldat. Nach dem Krieg Schlosser in Heidelberg, wo er 1920 in die KPD eintrat. Zeitweise war Böning Vorsitzender der Karlsruher KPD-Ortsgruppe und dort Stadtverordneter. 1929 hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär der BL Baden und im gleichen Jahr Abgeordneter des Badischen Landtags. Von 1931 bis 1933 Leiter der IAH in Baden und bis 1933 Mitglied der erweiterten BL Baden. 1933 Flucht nach Basel, zunächst Grenzarbeit mit Unterstützung der KP der Schweiz, anschließend zur Parteiarbeit nach Deutschland als Instrukteur für die südbadischen UB zurückgeschickt. Bereits am 5.August 1933 verhaftet und am 2. Februar 1935 vom OLG Karlsruhe zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Bei einem Transport vom Zuchthaus Ludwigsburg nach Asperg kam Böning am 2. November 1939 ums Leben. Da dem Fahrer des Autos nichts passierte, liegt die Vermutung nahe, daß Hermann Böning ermordet wurde.

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