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Böschen, Heinrich

* 27.10.1887, † 31.12.1945

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 27. Oktober 1887 in Bremen, Sohn eines Maurers; lernte ebenfalls Maurer. 1906 trat er dem Baugewerksbund bei und wurde Mitglied der SPD, 1917 der USPD. Als Vertreter der Danziger USPD Delegierter des Vereinigungsparteitages KPD-USPD im Dezember 1920. Böschen übersiedelte ins Rheinland, er war dort von 1920 bis 1926 Fraktionsleiter für das Baugewerbe Rheinland-Westfalen des DMV. Von 1920 bis 1926 Mitglied der Leitung des KPD-UB Solingen und auf dem VII. Parteitag 1921 und dem VIII. Parteitag 1923 für den Parteibezirk Rheinland-Süd in den ZA berufen. Ab 1926 Sekretär für Gewerkschaftsfragen bei der KPD-BL Niederrhein. 1928 als KPD-Abgeordneter (Wahlkreis Düsseldorf-Ost) in den Preußischen Landtag gewählt. Er wurde 1929 Orgleiter des Bezirks Niederrhein, Delegierter des XII. Parteitags 1929. 1930 legte er seine Funktion als Orgleiter nieder und wurde 1931 Polleiter des Einheitsverbandes der Bauarbeiter in der RGO. 1932 nicht mehr als Landtagskandidat aufgestellt, war aber weiter in der RGO tätig. Böschen wurde 1933 in Berlin verhaftet und noch im gleichen Jahr zu zwei Jahren und neun Monaten Zuchthaus verurteilt, danach längere KZ-Haft. Während des Krieges zur Organisation »Todt« eingezogen, ist er bei Kriegsende verschollen. Heinrich Böschen wurde 1959 mit dem Zeitpunkt des 31. Dezember 1945 für tot erklärt.

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