Biographische Datenbanken

Breitfeld, Walter

* 5.12.1903, † 21.6.1981
Chef der Politischen Verwaltung der Deutschen Grenzpolizei

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Meinersdorf (Erzgeb.); Vater Textilarbeiter, Mutter Strumpfnäherin; Volksschule in Meinersdorf; 1918 – 21 Ausbildung zum Textilarb., 1921 – 31 im Beruf tätig; 1918 Mitgl. des Dt. Textilarbeiterverb.; 1921 – 23 Mitgl. im SAJ, 1921 – 33 ADGB, 1923 KJV, KPD; 1924 – 29 Mitgl. der KPD-Ortsltg. Meinersdorf; 1926 – 33 Mitgl. des RFB, Miltär. Ltr. in Meinersdorf; 1929 – 31 Montagearb. in Vukova (Jugosl.); organisierte im Winter 1932 Waffentransporte von der ČSR nach Dtl.; 1934 vom LG Freiberg in Abwesenheit wegen »Hochverrat u. Sprengstoffverbrechen« zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt; 1934 – 37 in Prag Instrukteur der KPD, Verbindungsmann zur RH; 1937 – 39 Interbrigadist im span. Bürgerkrieg, Politkommissar in der XI. Brigade, Thälmann-Bat., verwundet; 1939 – 41 in Frankreich interniert, Mitgl. der illeg. KPD-Ltg., geflohen; in Toulouse u. Marseille weiter Verbindung zur KPD; 1941 in Schweiz verhaftet u. nach Frankreich ausgewiesen, zwei Mon. Haft, wiederum geflohen; 1941 – 45 Partisanenaktivität in Südfrankreich, Mitarb. in der BFD.
Juni 1945 Rückkehr nach Dtl.; 1945/46 KPD/ SED; Mitbegr. der KPD Meinersdorf; 1945 LPS Ottendorf; Org.-Sekr. der KPD Zwickau, 1946 – 48 1. Sekr. der SED-KL; 1948 LPS; ab März 1949 Angeh. der DVP, stellv. Ltr. der Pol.-Abt. der DVP-Landesbehörde; Okt. 1949 – Sept. 1953 Ltr. der Abt. Org. der Pol. Verw. der HV der DVP Berlin, dort Mitgl. der SED-Ltg.; 1953 – 55 Studium an der Abenduniv., Marx.-Lenin.; Nov. 1953 – April 1957 Vizepräs. der DVP, Inspekteur u. stellv. Ltr. für Pol. Arbeit im Präsidium der DVP Berlin; 1954 – 63 Abg. der Volkskammer, Mitgl. der SED-BL Berlin; April 1957 – Jan. 1962 Stellv. des Kdr. für Pol. Arbeit im Kdo. der Dt. Grenzpolizei bzw. 1960 – 62 der VP-NVA Politverw. Grenze, ab 1959 als Gen.-Major; 1958 Medaille für vorbildlichen Grenzdienst; aus gesundheitl. Gründen ab Jan. 1962 Vizepräs. des DRK (Nachf. von Emil Rische), Mitgl. des ZV der Gewerkschaft Gesundheitswesen; 1963 VVO; 28.2.1962 aus gesundheitl. Gründen Ruhestand, weiter ehrenamtl. Vizepräs. des DRK, Mitgl. des reorg. Komitees der Antifa. Widerstandskämpfer; 1966 Verdienstmedaille der NVA; 1968 Kampforden für Verdienste um Volk u. Vaterland; Banner der Arbeit; 1973 VVO; 1978 KMO; gest. in Berlin.

BRB

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis