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Brenzel, Otto

* 22.5.1898, † 27.9.1945

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 22. Mai 1898 in Frankfurt/M.; lernte Schreiner. 1913 Mitglied der Arbeiterjugend, später Funktionär der KPD im Bezirk Hessen, wurde im September 1930 im Wahlkreis Hessen-Darmstadt in den Reichstag gewählt, dem er bis 1933 angehörte. 1933 zunächst illegale Arbeit, dann Emigration in die Schweiz, wo er 1936 verhaftet und nach Frankreich abgeschoben wurde. In Moskau erteilte ihm das Sekretariat des EKKI eine Rüge wegen seines Verhaltens vor dem Schweizer Gericht, er wurde aber nicht aus der KPD ausgeschlossen, wie ursprünglich vorgesehen. Brenzel soll auch in Spanien gewesen sein, bevor er nach Dänemark emigrierte und dort als Vertreter der Roten Hilfe wirkte. In Kopenhagen lebte er ab Anfang 1937 unter dem Decknamen Peter und leitete die Arbeit der Roten Hilfe für Dänemark, Norwegen und Schweden. Nach der deutschen Besetzung untergetaucht, hatte er Verbindungen zu dänischen Widerstandskreisen. Otto Brenzel starb am 27.September 1945 während einer Sitzung der KPD-Auslandsleitung in Kopenhagen an Herzschlag. Seine Frau Luise Wolf-Brenzel war 1941 in Deutschland zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

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