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Daniel, Richard

* 8.12.1891, † 18.6.1942

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 8. Dezember 1891 in Stuttgart, Sohn eines Schreinermeisters. Bautechniker, gehörte 1907 zu den Mitbegründern der sozialdemokratischen Arbeiterjugend in Stuttgart. Von 1914 bis 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg, Ende 1918 Vorsitzender des Soldatenrats des 13. Pionier-Bataillons und 1919 Mitbegründer der Ulmer KPD. Seit 1919 mit Berta Daniel verheiratet. Wegen Vorbereitungen für den militärischen Aufstand am 1. September 1923 in Ulm festgenommen, nach drei Monaten freigelassen, Rückkehr nach Stuttgart. Im Juni 1924 erneute Verhaftung, Flucht aus dem Landesgefängnis Stuttgart, anschließend illegal für die RHD Sachsen in Leipzig tätig. Im März 1927 in Elgersburg/Thüringen verhaftet und am 25. Juli 1927 vom Reichsgericht zu zweieinhalb Jahren Festungshaft verurteilt. Durch die Hindenburg-Amnestie 1928 entlassen, arbeitete Richard Daniel als Architekt in Berlin, 1930/31 bei der sowjetischen. Handelsvertretung. Im Dezember 1931 Übersiedlung in die Sowjetunion, Bauingenieur in Moskau. Am 22. Februar 1938 vom NKWD verhaftet und zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt, kam Richard Daniel im Gulag bei Kotlas, Wjatkajer Gebiet am 18. Juni 1942 ums Leben. Am 28. Januar 1957 durch das Militärtribunal des Moskauer Militärbezirks rehabilitiert.

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