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Döll, Emma

* 3.3.1873, † 1930

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 3. März 1873 in Rastenburg/Ostpreußen als Emma Hohmann, Tochter eines Bahnbeamten. Sie lernte Köchin auf einem Militärgut und arbeitete mehrere Jahre auf größeren Gütern Ost- und Westpreußens. Anfang des Jahrhunderts lebte sie in Meiningen, wo sie den Schneider Eduard Döll (* 1873 – † 1947) heiratete. 1906 zogen sie nach Danzig, wo Emma Döll SPD-Mitglied wurde und 1918 in die USPD eintrat. Ende 1920 mit dem linken Flügel der Danziger USPD Übertritt zur KPD. Im Mai 1920 als USPD-Abgeordnete in die Verfassunggebende Versammlung von Danzig gewählt, gehörte sie bis 1927 der KPD-Fraktion im Danziger Volkstag an. Sie starb 1930 in Danzig. Ihre Tochter Klara Döll (* 1. 5. 1903 – † 14. 10. 1994) lernte Gärtnerin, trat 1921 in die KPD ein und arbeitete bis 1923 in der KPD-BL Danzig, war Stenotypistin. Im Februar 1930 Übersiedlung in die Sowjetunion, dort beim Ministerium für Außenhandel beschäftigt, ab Oktober 1933 Studium an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Engels. Am 7. Februar 1938 vom NKWD festgenommen, zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt und 1946 nach Karaganda verbannt. Sie konnte 1956 in die DDR ausreisen und lebte zuletzt in Erfurt.

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