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Drabent, Leo

* 15.6.1899, † 13.10.1944

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 15. Juni 1899 in Blumenthal bei Bremen. Nach der Schlosserlehre 1917 zum Kriegsdienst eingezogen, aus dem er schwerverwundet zurückkehrte. 1923 Mitglied der KPD, vor allem als Propagandist tätig. 1927 UB-Sekretär in Vegesack und nach dem Besuch der Rosa-Luxemburg-Parteischule 1929 Agitpropsekretär des Bezirks Wasserkante und Mitglied des Hannoverschen Provinziallandtages. Im Mai 1933 festgenommen und bis 1934 in »Schutzhaft«, schwer mißhandelt, arbeitete nach seiner Freilassung auf der Weser-Werft in Bremen. Im Juli 1936 wurde Drabent erneut verhaftet und im November 1937 zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilt, die er bis August 1939 verbüßte. Er fand nach der Entlassung Arbeit in einer Bremer Bootsreparaturwerkstatt und war wieder illegal für die KPD tätig. Die Gestapo verhaftete ihn zusammen mit seiner Frau Marianne am 29. März 1943. Leo Drabent wurde am 13. Oktober 1944 vom VGH zum Tode verurteilt und am 20. November 1944 in Brandenburg/Havel hingerichtet.

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