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Drews, Paul

* 11.7.1896, † 21.2.1969

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 11. Juli 1896 in Lübeck; Schlosser. 1915/16 Soldat im Weltkrieg. 1920 Mitglied der KPD, ab 1926 Sekretär der KPD Lübeck und Mitglied der BL Wasserkante. 1926 bis 1929 Abgeordneter der Lübecker Bürgerschaft. Von Mai 1928 bis Januar 1930 arbeitete er als Filialleiter der KPD-eigenen Norddeutschen Verlagsgesellschaft. 1930 Parteiausschluß, Drews wurde Mitglied und Funktionär der KPO in Lübeck und leistete nach 1933 illegale Arbeit. Er kam wegen mehrerer »Hochverratsverfahren« in »Schutz- und Untersuchungshaft«, wurde am 14.Oktober 1936 zwar freigesprochen, doch im August 1939 erneut verhaftet und saß bis 1945 im KZ Sachsenhausen. 1945 zunächst Mitglied und Funktionär der KPD in Lübeck. Im gleichem Jahr Berufung als Senator in den Senat der Hansestadt, Drews wurde Leiter der Gesundheitsbehörde in Lübeck, wegen zunehmender politischer Differenzen mit der KPD-Führung Anfang 1947 Austritt aus der KPD, später Mitglied und Funktionär der SPD in Lübeck. Von 1948 bis 1955 Inhaber eines Fuhrbetriebes. Paul Drews starb am 21. Februar 1969 in Lübeck.

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