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Dröll, Karl

* 10.3.1897, † 7.2.1969

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 10. März 1897 in Frankfurt am Main, Sohn eines Bäckermeisters; Drogist. Als Soldat im Ersten Weltkrieg verwundet. 1918 in Berlin zunächst bei der Demobilisierungsbehörde, 1919 trat er der USPD bei. Er war Bürogehilfe und arbeitete beim Magistrat von Groß-Berlin. Seit 1925 im RFB, 1926 in der KPD. Dröll gehörte der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg an. 1930 wählte ihn die Bezirksversammlung Berlin-Mitte zum unbesoldeten Stadtrat, vom Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg wurde ihm aus politischen Gründen die Bestätigung versagt. Ab 1931 Angestellter der deutsch-russischen Handelsgesellschaft Derop, zuletzt stellvertretender Filialleiter. Anfang April 1933 festgenommen und drei Monate in der Strafanstalt Plötzensee in Haft. Im September konnte er mit seiner Frau Herta Dröll, geborene Neumann (* 9. 2. 1896 – † 15. 11. 1979), und seinem Sohn Hermann (* 11. 10. 1921 – † 1942) in die Niederlande flüchten, wo Dröll für die sowjetische Handelsgesellschaft »Exportchleb« arbeitete. 1935 Emigration in die Sowjetunion, dort im Klub ausländischer Arbeiter Übersetzer und Redakteur beim Deutschen Volkssender. Im November 1943 wurde er wegen »mangelnder Wachsamkeit« aus der KPD ausgeschlossen und nach Sibirien verbannt. Dröll war in Tomsk Heizer, seine Frau Herta Arbeiterin. Beider Sohn Hermann starb 1942 in Tomsk an Tuberkulose und Entkräftung. Nach über zehnjähriger Verbannung durfte Dröll mit seiner Frau 1955 in die DDR. Er war zunächst Redakteur bei der Nachrichtenagentur ADN, zuletzt Leiter des Hermann-Duncker-Archivs der Gewerkschaftshochschule in Bernau. Karl Dröll starb am 7. Februar 1969 in Bernau bei Berlin.

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