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Eckertz, Maria

* 21.12.1899, † 19.12.1969

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 21. Dezember 1899 in Hamburg als Tochter des Obertelegrafensekretärs Theodor Flerlage; sie ging sieben Jahre in das katholische Lyzeum, später zwei Jahre auf dem Hamburger Telefonamt tätig. 1921 heiratete sie den Volksschullehrer Theodor Eckertz (* 1896 – † 1984) und zog nach Köln, hier trat sie 1927 in die KPD ein, im Bezirksvorstand der Roten Hilfe und in der kommunistischen Frauenarbeit des Bezirks aktiv. 1932 im Wahlkreis Köln-Aachen in den Preußischen Landtag gewählt. Im April 1933 festgenommen, saß sie bis zum 15. August 1934 in »Schutzhaft«. Danach lebte sie von Wohlfahrtsunterstützung. 1936 bei den Massenverhaftungen in Köln zweimal festgenommen, aber wegen »Mangels an Beweisen« aus der U-Haft entlassen, von 1937 bis 1939 Textilarbeiterin in Köln. Mit ihrem 1938 nach viereinhalb jähriger Haft heimgekehrten Mann erneut im Widerstand. Die Gestapo verlangte genaue Arbeitsberichte, schickte Spitzel ins Haus und überwachte beide. 1939 wurde ihr Mann wieder verhaftet, sie selbst war lange Zeit krank und bekam später eine Anstellung bei einer Kölner Baufirma. Im August 1944 wurde Maria Eckertz wieder festgenommen und kam ins KZ Ravensbrück. Sie konnte am 25.April 1945 zusammen mit Helene Overlach in einem Transport von 4000 Polinnen durch die Graf-Bernadotte-Aktion nach Schweden flüchten. An Typhus erkrankt, kam sie erst im März 1946 nach Deutschland zurück. 1946 in Köln zur Stadtverordneten ernannt, danach trat sie politisch nicht mehr hervor. Maria Eckertz starb am 19. Dezember 1969 in Köln.

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