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Eggert, Paul

* 27.4.1897, † 1.9.1963

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 27. April 1897 in Hermsdorf bei Berlin, Sohn eines Bauarbeiters. Arbeitsbursche, später u. a. in einer Hanf- und Drahtseilfabrik tätig. 1915 Einberufung zum Kriegsdienst, während der Revolution in Thorn/Weichsel, 1920 trat er in die KPD ein. Angestellter in der Reichsdruckerei, später Arbeit als Zinkschleifer. Eggert gehörte der unter der Leitung von Richard Großkopf arbeitenden Paßfälschergruppe an, die im Auftrag des ZK der KPD falsche Papiere für verfolgte KPD-Mitglieder herstellte. Er wurde festgenommen, zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt und nach seiner Freilassung 1928 zunächst Mitarbeiter der Informationsabteilung des ZK sowie Orgleiter des 20. Berliner Verwaltungsbezirks. Später wieder im AM-Apparat tätig, enge Zusammenarbeit mit Großkopf, Karl Wiehn und Hermann Dünow. Am 8. Mai 1933 in Berlin inhaftiert und im Januar 1935 vom VGH zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, saß Eggert bis 1945 in verschiedenen Zuchthäusern, zuletzt im KZ Buchenwald. 1945 wurde er Referent im Landesamt für Arbeit und Sozialfürsorge in Thüringen. Mitglied der KPD/SED und 1947 Angehöriger der DVP-Landesbehörde Thüringen, Kriminaloberkommissar, ab 1950 Abteilungsleiter der MfS-Landesverwaltung Thüringens. Paul Eggert starb am 1. September 1963 in Erfurt.

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