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Eisenschneider, Paul

* 5.5.1901, † 19.4.1944

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 5. Mai 1901 in Birkenfeld/Nahe, Sohn eines Lehrers; wurde Seemann und war am Aufstand der Matrosen im November 1918 in Kiel beteiligt. Nach der Rückkehr lernte er Edelsteinschleifer, war dann erwerbslos und trat 1922 der KPD bei. Er wurde Polleiter des UB Birkenfeld und Mitglied der BL Saar. Nach 1933 leitete Eisenschneider die illegale Grenzarbeit Saargebiet-Rheinland. Ab 1934 besuchte er zwei Jahre die Internationale Leninschule in Moskau und übernahm danach leitende Funktionen im Ruhrgebiet. Im November 1936 verhaftet, wurde er im Mai 1937 zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt. Im Krieg ins KZ Mauthausen eingeliefert, kam Paul Eisenschneider dort am 19. April 1944 ums Leben.
Seine Tochter Elvira Eisenschneider (geb. 1924), in Moskau ausgebildet, wurde 1943 zum illegalen Einsatz mit dem Fallschirm über Deutschland abgesetzt. Im Frühjahr 1944 von der Gestapo festgenommen, blieb Elvira Eisenschneider verschollen.

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