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Eliasberg, George

* 31.1.1906, † 12.9.1972

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


(* 1906 – † 1972)
Geboren am 31. Januar 1906 in Wiesbaden, Sohn eines jüdischen Kaufmanns. In Rußland und in Deutschland aufgewachsen; studierte Naturwissenschaften und Geschichte und promovierte 1933. Ende der zwanziger Jahre leitete er mit Richard Löwenthal die Reichsleitung der Kostufra, der Kommunistischen Studentenorganisation. Wegen »rechter Abweichung« Ende 1929 aus der KPD ausgeschlossen, wurde Eliasberg Mitglied der leninistischen Organisation (LO) sowie der Gruppe »Neu Beginnen« unter Walter Löwenheim, einer linkssozialistischen Gruppe. In dieser führend im Widerstand, wurde Eliasberg 1935 festgenommen und im September 1936 zu viereinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. 1940 aus der Haft entlassen und aus Deutschland ausgewiesen, er emigrierte nach Italien. Dort interniert, konnte er 1941 in die USA gelangen. Mitarbeiter von Karl Frank, als Journalist tätig, (zeitweise im US-Außenministerium) und dann bis 1960 Nachrichtenredakteur. Nach der Übersiedlung in die Bundesrepublik 1968 Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1969 in deren Forschungsinstitut. Mitglied der SPD. Eliasberg starb am 12.September 1972 in West-Berlin. Posthum erschien 1974 (eingeleitet von Richard Löwenthal) seine wichtige Studie über den »Ruhrkrieg 1920«, bereits 1949 lag seine englische Untersuchung der historischen Grundlagen der Kommunistischen Internationale in deutsch vor.

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