Biographische Datenbanken

Ellrodt, Richard Friedrich

* 2.8.1883, † 11.1.1933

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


(* 1883 – † 1933)
Geboren am 2. August 1883 in Leipzig, Sohn eines Schuhmachers; Metallschleifer. 1903 Mitglied der SPD, schloß er sich 1917 der USPD an und gehörte zu deren BL Leipzig. Gemeinsam mit Otto Zipfel vertrat er die USPD-Leipzig auf dem Spaltungsparteitag der USPD und auf dem Vereinigungsparteitag von USPD und KPD im Dezember 1920. Im November 1920 als einer der drei Abgeordneten der USPD (Linke) in den Sächsischen Landtag gewählt, gehörte Ellrodt ab Dezember 1920 zur VKPD-Fraktion, für die er 1922 als Abgeordneter wiedergewählt wurde. 1922/23 Redakteur beim »Roten Kurier«, der KPD-Zeitung für Mitteldeutschland in Leipzig, und von 1926 bis 1930 Redakteur am Nachfolgeorgan, der »Sächsischen Arbeiterzeitung«. 1926 kam Ellrodt nicht mehr in den Landtag, blieb aber von 1926 bis 1929 Stadtverordneter in Leipzig. Da er an chronischem Asthma litt, schied er 1930 aus der hauptamtlichen Parteiarbeit aus, Pförtner bei der BL Sachsen bzw. der UBL Leipzig. Ohne Hoffnung auf Heilung wählte Richard Friedrich Ellrodt am 11. Januar 1933 den Freitod.
Sein Sohn Gerhard Ellrodt (* 8. 7. 1909 – † 14. 2. 1949), Schriftsetzer und Mechaniker, wurde 1927 Mitglied des KJVD und 1930 der KPD. Ellrodt jun. war Agitpropleiter des KJVD Westsachsen. Nach 1933 illegale Arbeit und später Mitglied der Widerstandsgruppe Georg Schumann in Leipzig. Er war bis zur Auflösung des SED-BV Westsachsen 1947 deren Sekretär für Werbung, Schulung und Jugend. Von 1947 bis 1949 Mitglied des Sekretariats der SED Sachsen.

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Karl Dietz Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
Karl Dietz Verlag Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Tel. 030 - 29 78 45 34

Zum Abkürzungsverzeichnis