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Esser, Fritz

* 24.8.1886, † 27.8.1961

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Am 24. August 1886 in Peine geboren; verbrachte seine Jugend in Sachsen, lernte Modelltischler. 1904 Eintritt in die SPD. Während des Krieges als Frontsoldat schwer verwundet, konnte er seinen Beruf nicht mehr ausüben. 1920 kam er über die USPD zur KPD. Von 1921 bis 1924 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. Esser arbeitete als Fürsorgeangestellter und war führend im Internationalen Bund der Opfer des Krieges und der Arbeit. Obwohl er beim Hamburger Aufstand 1923 eine leitende Rolle spielte, wurde er später vom Gericht freigesprochen. Im Mai 1924 zog er im Wahlkreis Hamburg als Abgeordneter in den Reichstag ein (Mai bis Dezember 1924). Esser gehörte 1925/26 zur linken Opposition und wurde deswegen 1926 aus der KPD ausgeschlossen. Da er sich noch im gleichen Jahr von der Opposition trennte, wieder in die Partei aufgenommen. 1927 erneut in die Hamburger Bürgerschaft gewählt, in der er bis 1933 blieb. 1926/27 leitete er die Rote Hilfe im Bezirk Wasserkante, dann wieder den Internationalen Bund. Esser wurde am 6. November 1933 von der Gestapo verhaftet und am 12. April 1934 vom Hanseatischen OLG zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, er saß bis 30. November 1935 im KZ Fuhlsbüttel (irrtümlich wurde mehrfach die Meldung verbreitet, Fritz Esser sei im KZ umgebracht worden, tatsächlich handelte es sich aber um seinen Sohn Alwin [*7.3. 1912 – † 10. 3. 1933">, der ermordet wurde). Nach 1945 ist er politisch nicht mehr hervorgetreten. Fritz Esser starb am 27. August 1961 in Hamburg.

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