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Feilen, Jean Baptist

* 29.5.1904, † 25.12.1991

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 29. Mai 1904 in Roßlingen/Lothringen, Sohn einer Bergarbeiterfamilie; 1911 Umzug ins Ruhrgebiet, Bergmann. Seit 1920 in der KJD und der KPD, Funktionär im Rheinland. 1931 Absolvent der Reichspartei-
schule, anschließend Redakteur der »Aachener Arbeiterzeitung«, einem Kopfblatt der »Sozialistischen Republik«. 1932 Kursant an der M-Schule in Moskau, danach Leiter der militärpolitischen Abteilung der KPD-BL Mittelrhein in Köln und Mitglied des Sekretariats der BL. 1933 in Köln festgenommen, zehn Monate nach der Freilassung erneut verhaftet, war er bis 1945 Häftling in den KZs Esterwegen und Buchenwald und war u. a. Kapo in der Lagerwäscherei. Im April 1945 verantwortlich für einen Rückführungstransport von Häftlingen nach Köln. Feilen war dann bis 1949 Beamter der Landesverwaltung bzw. der Landesregierung Thüringens. Er kam 1947/48 mit Sonderauftrag des ZS der SED als Berater zur KPD-Fraktion im Wirtschaftsrat in Frankfurt/Main. Später Personalleiter in der VVB Kupfer und Zink in Halle, bis 1957 Leitender Angestellter verschiedener Ministerien und bis 1967 Handelsrat an der DDR-Botschaft in Jugoslawien. Seit 1973 im Generalrat des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora. Jean Baptist Feilen starb am 25. Dezember 1991 in Berlin.

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