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Frank, Walter

* 27.7.1895, † 20.1.1971

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 27. Juli 1895 in Schwedt/Oder; Dreher. Im Weltkrieg geriet er als Soldat in russische Kriegsgefangenschaft und schloß sich nach der Rückkehr nach Deutschland der KPD an. Walter Frank gehörte ab Ende der zwanziger Jahre als Mitglied der BL Ruhr an, war ab 1930 besoldeter Sekretär im KPD-UB Gelsenkirchen und wurde im September 1930 im Wahlkreis Westfalen-Süd als Abgeordneter in den Reichstag gewählt, in dem er bis 1933 blieb. Nach eigener Auskunft (19.4. 1967) war Frank Mitglied des Jugendausschusses, wo er auch aktiv mitarbeitete. Im März 1933 noch in den Preußischen Landtag gewählt, befand sich Frank aber bereits seit dem 16. März 1933 in »Schutzhaft«, zunächst im KZ Esterwegen, dann im Lager Bögermoor. Seit Mai 1934 in Untersuchungshaft, wurde er am 11. Januar 1935 vom OLG Hamm zu einem Jahr und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Wegen Strafverbüßung durch U-Haft noch im Januar 1935 entlassen, war er ab März im Eisen- und Hüttenwerk Bochum beschäftigt. Am 12. September 1936 erneut verhaftet und im April 1937 vom OLG Hamm zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt, die er bis 1. Mai 1945 im Zuchthaus Siegburg verbüßte. Er kehrte wieder nach Bochum zurück, trat aber politisch kaum noch hervor. Walter Frank starb am 20. Januar 1971 in Bochum.

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