Biographische Datenbanken

Frisch, Wilhelm

* 29.3.1891, † 24.8.1940

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 29. März 1891 in Wemmetsweiler/Saar, Sohn eines Bergmanns; Hilfsarbeiter, Bergarbeiter. 1913 zum Militärdienst eingezogen, geriet Frisch 1915 in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Februar 1918 entlassen wurde. Im November 1918 Mitglied des Soldatenrates des Ersatzbataillons 55 in Detmold. Später Bergarbeiter in Lothringen. 1927 Mitglied der KPD und Mitglied der BL Saar. Als RGO-Bezirksleiter Saar wurde er 1932 auch zum Abgeordneten des Landesrats Saar gewählt. Nach der Saarabstimmung flüchtete er im April 1935 nach Frankreich und gehörte bis zu seiner Verhaftung der illegalen KPD-AL Saar an. Frisch war im Mai 1936 Mitbegründer des Arbeitsausschusses freigewerkschaftlicher Bergarbeiter Deutschlands. Gemeinsam mit Wilhelm Knöchel und Franz Vogt nahm er als deutscher Vertreter am Kongreß der Bergarbeiter-Internationale in Luxemburg teil. Nach der Besetzung Frankreichs wurde Frisch am 24. August 1940 verhaftet. Da er in Gestapohaft schwer gefoltert wurde und bereits nach wenigen Tagen völlig entstellt war, wählte Wilhelm Frisch am 20. Oktober 1940 den Freitod.

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Karl Dietz Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
Karl Dietz Verlag Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Tel. 030 - 29 78 45 34

Zum Abkürzungsverzeichnis