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Gohl, Max Paul

* 18.4.1886, † 25.1.1951

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 18. April 1886 in Rixdorf bei Berlin. Vier Jahre Metalldrückerlehre, von 1906 bis 1908 Militärdienst. 1910 Mitglied der SPD. Im August 1914 eingezogen, 1917 an der Westfront verschüttet und als Kriegsbeschädigter entlassen. 1917 Mitglied der USPD. 1919 Eisendreher, 1920 hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär im DMV Berlin. Mit der linken USPD 1920 zur KPD. Gohl verlor 1923 seine Gewerkschaftsposition. Zeitweise Funktionär der KPD in Württemberg, wo er seine spätere Frau Maria Reischmann (* 4. 3. 1905 – † 13. 3. 1989) kennenlernte, mit der er bis 1932 verheiratet war. 1924 wurde er Mitglied der BL Berlin-Brandenburg der KPD. Nach der Absetzung Ruth Fischers wählte ihn der Berliner Bezirksparteitag 1925 (zusammen mit Wilhelm Kasper) gegen die vom ZK vorgeschlagenen Kandidaten Max Frenzel und Otto Kühne zum Sekretär für Gewerkschaftsfragen bei der BL. Gohl hielt sich bei den Fraktionsauseinandersetzungen zurück. Er schied wegen Krankheit im April 1928 aus der BL Berlin-Brandenburg aus und wurde im Juni 1930 Angestellter der »Inprekorr«, 1931 Redakteur dieser kommunistischen Pressekorrespondenz. Im März 1932 zu acht Monaten Festungshaft verurteilt. Ab 1933 illegal für die KPD aktiv, wurde Gohl verhaftet und fast zehn Jahre in verschiedenen KZs festgehalten. 1945 schloß er sich der KPD und 1946 der SED an, übte verschiedene kleine Funktionen aus und war von 1948 an in der staatlichen Handelsorganisation HO tätig. Max Paul Gohl wohnte in West-Berlin (Zehlendorf), er starb am 25. Januar 1951 nach kurzer Krankheit in einem Ostberliner Krankenhaus.

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