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Brüning, Elfriede

* 8.11.1910, † 5.8.2014
Erzählerin, Kinderbuch- u. Fernsehspielautorin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Tischler, Mutter Näherin; nach Abschluß der 10. Kl. Büroangestellte; 1929 Red.-Sekr. bei »Filmtechnik-Filmkunst« in Berlin; erste Veröff. in »Berliner Tageblatt«, »Vossische Ztg.«, »Frankfurter Ztg.«, »Berliner Börsenkurier«; Besuch der MASCH; 1930 KPD, 1932 Mitgl. des BPRS, Veröff. in kommunist. Ztg.; 1933 Sitzungen der KPD-Führung in der Wohnung der Eltern; 1933 – 35 illeg. pol. Arbeit im »Bund« u. Mitarb. an den »Neuen Dt. Blätter«, Prag; Ende 1935 Haft im Frauengefängnis Berlin, Barnimstraße; nach Entlassung Publ. des in der Haft geschriebenen Unterhaltungsromans »Junges Herz muß wandern« (Berlin 1936); 1937 – 48 Ehe mit dem Schriftst. u. Lektor Joachim Barckhausen; 1942 Geburt der Tochter Christiane (später ebenfalls Schriftst.); während des Krieges Aufenthalt auf dem Landgut der Schwiegereltern in der Magdeburger Börde.
1946 Rückkehr nach Berlin; KPD/SED; Red. der Ztg. u. Ztschr. »Sonntag«, »Die neue Ges.« u. »Neue Heimat«; seit 1950 freie Schriftst. u. Journalistin; 1980 Lit.-Preis des DFD, Kunstpreis des FDGB, Goethe-Preis der Stadt Berlin.
B. erreichte mit ihren unterhaltenden, wirklichkeitsnahen Romanen u. Reportagen ein Massenpublikum. Ihre Themen waren Widerstand gegen das NS-Regime sowie das Leben der Frauen u. Jugendlichen in der DDR. Gest. in Berlin.

Publ.: Und außerdem ist Sommer. Leipzig 1934; ... damit du weiterlebst. Berlin 1949; Kinder ohne Eltern. Halle 1968; Kleine Leute. Berlin 1970; Lästige Zeugen. Tonbandgespräche mit Opfern der Stalinzeit. Halle 1990; Kinder im Kreidekrs. Report über Zwangsadoptionen u. Heimerziehung. Berlin 1992; Und außerdem war es mein Leben. Aufzeichnungen einer Schriftst. Berlin 1994; Jeder lebt für sich allein. Berlin 1999; Spätlese. Berlin 2000; Ich musste einfach schreiben, unbedingt … Essen 2008 (Hrsg. von E. Sent).
CaW

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