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Hammer, Arthur

* 30.5.1884, † 6.4.1942

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 30. Mai 1884 in Essen; Angestellter. Mitglied der Spartakusgruppe in Essen, dort nach der Revolution im Arbeiter- und Soldatenrat. Vorsitzender der Essener Kommunisten. Auf dem III. Parteitag als Kandidat in die Zentrale gewählt. Delegierter auf dem Vereinigungsparteitag mit der USPD 1920. Arthur Hammer war ab 1919 führend in der »Union der Hand- und Kopfarbeiter« und verantwortlicher Redakteur ihres Zentralorgans »Union«. Als diese kommunistisch-syndikalistische Gewerkschaft 1925 in die Freien Gewerkschaften überführt werden sollte, widersetzte sich Hammer und schied wegen dieser Differenzen aus der KPD aus. Danach gewerkschaftliche Funktionen und Tätigkeit im Buchhandel, ab 1931 Anhänger der sozialdemokratischen »Eisernen Front«. Im März 1936 nach einer Denunziation verhaftet, wurde er am 7. August 1936 von einem Sondergericht in Essen wegen »Verstoßes gegen das Heimtückegesetz« zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Im September 1939 erneut festgenommen, wurde er später vom Gefängnis Essen in das KZ Sachsenhausen überführt und kam Mitte März 1942 in das KZ Groß-Rosen/Schlesien. Dort wurde Arthur Hammer am 6. April 1942 ermordet.

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