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Hey, August

* 10.5.1897, † 5.2.1978

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 10. Mai 1897 in Dudweiler, Sohn einer Bergarbeiterfamilie. Als Handlanger, Laufbursche, Bergmann tätig. 1917 Militärdienst bei der II. Matrosendivision Kiel, im Januar 1918 am Aufstand der Matrosen von Cattaro beteiligt. Im Dezember 1918 Rückkehr in das Saargebiet, 1919 Mitglied der USPD, mit deren linkem Flügel 1920 zur KPD. Von der französischen Besatzungsmacht zeitweilig verhaftet. Von 1928 bis 1935 gehörte Hey dem Landesrat Saar und dem Kreistag Saarbrücken an. 1930 Leiter der RGO Saar, aktiv im Abstimmungskampf. Im Februar 1935 emigrierte er nach Frankreich, war Bergarbeiter und wurde nach Kriegsausbruch zeitweise interniert. Am 4. März 1941 verhaftet und am 24. Oktober 1941 durch das OLG Stuttgart zu zwei Jahren und vier Monaten Zuchthaus verurteilt, saß bis 1943 im Zuchthaus Ludwigsburg, anschließend bis 1945 im KZ Dachau. Im Juli 1945 wurde Hey hauptamtlicher Bürgermeister von Dudweiler und bis 1947 Mitglied des KPD-LV Saar. Im Juni 1947 wegen seiner politischen Aktivitäten aus dem Saargebiet ausgewiesen, bis 1949 Mitglied des Sekretariats der KPD Baden, dann Betriebsarbeiter. Von 1956 bis 1960 war er Abgeordneter des Kreistages Saarbrücken-Land. Wegen seiner »Kandidatur als Unabhängiger zu den Bundestagswahlen 1961« verurteilte ihn das Landgericht Saarbrücken 1964 zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung. Bei Gründung 1968 Mitglied der DKP in Dudweiler. August Hey starb dort am 5. Februar 1978.

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