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Hiller, Alfred Oskar

* 12.8.1903, † 2.10.1934

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 12. August 1903 in Kiel-Gaarden; von Beruf Schiffbauer, Mitglied des KJVD und der KPD, Mitte der zwanziger Jahre Sekretär der KJD in Württemberg und dort dem linken Flügel zugehörig. Hiller wurde auf dem 9. Reichskongreß des KJVD im Oktober 1925 in Halle in dessen ZK gewählt und kam im April 1927 auf dem 10. Reichskongreß in Hamburg in das Sekretariat des ZK, dort für das Ressort »Wirtschaftskampf« zuständig. Er nahm am V. Weltkongreß der KJI im August/September 1928 in Moskau teil und wurde zum Kandidaten des Exekutivkomitees der KJI gewählt. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1929 leitete er den KJVD-Bezirk Berlin-Brandenburg und gehörte dem Sekretariat des ZK des KJVD unter Kurt Müller an. Im Februar 1932 wurde Hiller als Nachfolger Artur Beckers Vorsitzender des ZK des KJVD. Im April 1932 im Wahlkreis Berlin zum Abgeordneten des Preußischen Landtages gewählt. In der KJVD-Führung arbeitete Hiller eng mit Kurt Müller zusammen und unterstützte Heinz Neumann und Hermann Remmele gegen Ernst Thälmann. Deshalb im Herbst 1932 aus der Führung des KJVD ausgeschaltet, mußte er auf Weisung des ZK am 5. Dezember 1932 sein Mandat im Preußischen Landtag niederlegen. Alfred Hiller starb am 2.Oktober 1934 in Hamburg.
Seit April 1927 mit Johanna Hakendahl (* 8. 6. 1906 – † 27. 6. 1976) verheiratet, die von 1924 bis 1928 Agitpropleiterin des KJVD-Bezirks Wasserkante war. Sie lebte 1928/29 mit ihrem Mann in Moskau und arbeitete als Stenographin im Sekretariat des EKKI. Von 1934 bis 1937 Stenotypistin, emigrierte sie 1938 über die âSR nach Großbritannien. 1946 kehrte Johanna Hiller mit ihrem neuen Lebensgefährten Alexander Starck über Jugoslawien nach Deutschland zurück, wurde Mitglied der SED und arbeitete in der SED-Landesleitung Groß-Berlin.

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