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Hoffmann, Martin

* 18.10.1901, † 1945

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren als Sohn eines Volksschullehrers am 18.Oktober 1901 in Hohensalza; besuchte die Realschule und dann ein Realgymnasium bis zur Reifeprüfung und war anderthalb Jahre kaufmännischer Lehrling. 1918 wegen seiner Antikriegshaltung zu einem Jahr Festung verurteilt. Martin Hoffmann wurde Mitbegründer des Spartakusbundes und 1919 der KPD in Königsberg, er arbeitete zunächst als Volontär dann bis 1926 als Redakteur an der »Roten Fahne des Ostens«. 1923 Chefredakteur des »Echos des Ostens«, als Anhänger der Rechten vom ZK 1924 wieder abgelöst. Für einige Zeit Bezirkssekretär in Danzig, dort von Frühjahr bis Herbst 1925 in »Schutzhaft«. Anfang 1926 bis Ende 1928 ging er nach Jena an die »Neue Zeitung«, anschließend bis April 1929 Redakteur beim Pressedienst in Berlin. Bei den Auseinandersetzungen 1928/29 aktiver Anhänger der Versöhnler, deshalb als Redakteur entlassen, Hoffmann kehrte nach Ostpreußen zurück. Da er zunächst nicht kapitulierte, zusammen mit anderen führenden Versöhnlern Ostpreußens (Glagau u. a.) am 23.August 1929 aus der Partei ausgeschlossen. Nach einer Reueerklärung 1930 wieder in die KPD aufgenommen, war zunächst in der Erwerbslosenbewegung im Rheinland tätig, danach Redakteur am »Ruhr-Echo« in Essen. Bis 1933 Gewerkschaftsredakteur dieser Zeitung, zeitweise (unter Alexander Abusch) stellvertretender Chefredakteur. Am 13. April 1933 in Duisburg verhaftet, kam Hoffmann in das KZ Brauweiler, im Oktober nach Essen in Untersuchungshaft. Am 17. Mai 1934 entlassen, er flüchtete nach Holland, kehrte aber im gleichen Jahr nach Deutschland zurück. Gemeinsam mit Wilhelm Firl leitete Hoffmann in Berlin die illegale Reichsarbeit der KPD und wurde am 19. Februar 1936 in Berlin erneut festgenommen. Im Mai 1937 stand er mit Firl vor dem VGH, der ihn am 22. Mai 1937 zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilte (Firl erhielt die Todesstrafe). In der Komintern-Zeitschrift »Rundschau« Nr. 28/1938 machte Ernst Weber ( Albert Norden) auf Martin Hoffmanns Schicksal aufmerksam. Zunächst war er im Zuchthaus Münster, vom Februar bis Dezember 1941 in der Strafanstalt Kassel-Wehlheiden inhaftiert. Am 1. Dezember 1942 wurde Hoffmann auf Anordnung des Reichsjustizministers der Gestapo übergeben. Hier verliert sich seine Spur. Martin Hoffmann ist vermutlich noch vor Kriegsende umgekommen oder ermordet worden.

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