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Jäger, Rudolf

* 20.5.1907, † 18.11.1974

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 20. Mai 1907 in Halle. Maurer, Transport- und Bergarbeiter; seit 1926 im KJVD, 1927 Mitglied der KPD. Orgleiter der KJVD-BL Halle-Merseburg, vom Sommer 1929 bis Mai 1931 Mitglied des ZK des KJVD. 1930/31 Gauleiter der illegalen Roten Jungfront Bezirk Halle-Merseburg. Anfang 1931 begann er im Deutschen Baugewerksbund die kommunistischen Mitglieder zu organisieren und wurde anschließend Vorsitzender des Einheitsverbandes der Bauarbeiter in der RGO. Ab November 1931 Orgleiter des Bezirkskomitees der RGO Halle-Merseburg. Im Februar 1933 übernahm Jäger die Leitung des illegalen Bezirkskomitees, wurde aber bereits am 8.August 1933 festgenommen und war bis April 1934 in den KZs Lichtenburg und Esterwegen. Er setzte seine illegale Arbeit fort und wurde 1934 Kandidat des ZK des KJVD. Im Januar 1935 erneut verhaftet, bis 1938 in den KZs Lichtenburg und Buchenwald. 1939 bis 1941 Maurer und Fliesenleger, anschließend zur Wehrmacht eingezogen, im Mai 1945 kam er für einige Wochen in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1945/46 1. Vorsitzender des FDGB-Ortsausschusses Halle, 1949 Vorsitzender des ZV der IG Energie. Dann von 1955 bis 1957 Botschaftsrat an der DDR-Botschaft in Prag, später Leiter der Kaderabteilung des Stahl- und Walzwerks in Hennigsdorf. Rudolf Jäger starb am 18. November 1974 in Basdorf.

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Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
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