Biographische Datenbanken

Krzikalla, Anton

* 30.8.1887, † 22.8.1944

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 30. August 1887 in Laurahütte/ Oberschlesien, wohnte in Mariendorf bei Aachen; Bergarbeiter. Er war dort von 1919 bis 1921 Gemeindevertreter und Gesamtbetriebsratsvorsitzender, dann wegen Beteiligung am März-Aufstand 1921 längere Zeit inhaftiert. 1929 erneut Gemeindevertreter und im September 1930 im Wahlkreis Köln-Aachen für die KPD in den Reichstag gewählt. Im Juli 1931 gab Krzikalla sein Mandat an den Eisendreher Engelbert Esser ab. Vom 28. Februar bis Dezember 1933 in »Schutzhaft«, er war in verschiedene Hochverratsverfahren verwickelt. Im Juli 1937 erneut verhaftet, kam in das KZ Buchenwald, aus dem er im April 1939 nach Mariendorf bei Aachen entlassen wurde. Im Zusammenhang mit der Gestapoaktion »Gewitter« wurde er am 22.August 1944 wieder festgenommen und in das KZ Sachsenhausen gebracht. Dort ist Anton Krzikalla als Häftling im Außenkommando (Klinkerwerke) am 5.Oktober 1944 umgekommen. Rainer Böger veröffentlichte 2005 eine biographische Skizze über Anton Krzikalla.

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Karl Dietz Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
Karl Dietz Verlag Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Tel. 030 - 29 78 45 34

Zum Abkürzungsverzeichnis