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Burghardt, Max Georg Emanuel

* 27.11.1893, † 22.1.1977
Intendant, Präsident des Kulturbunds

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Wickendorf (Mecklenb.), ab 1897 aufgew. in Berlin; Vater Ziegeleibesitzer, Bau-Ing.; Mutter Inhaberin eines Konfitüregeschäfts; Realschule (aus fam. Gründen nicht abgeschlossen); 1911 – 13 Ausbildung zum Buchhändler in Rostock; 1913/14 Studium an der Maria-Moissi-Schauspielschule Berlin; 1914 – 18 als Freiwilliger Militärdienst, Dragoner-Rgt. 17 in Ludwigslust, Einsatz an allen Fronten; 1919 als Gefr. entlassen; 1919/20 Schauspielunterricht bei Josefa Flora; ab 1920 Engagements als Schauspieler u. a. in Bremen, Rostock, Lübeck, Plauen, Münster, Erfurt u. Berlin; 1930 KPD; 1930 – 35 Schauspielhaus Stuttgart u. Mitarb. beim Stuttgarter Sender; seit 1933 illeg. pol. Arbeit für die KPD-BL Stuttgart, Kurierdienste in der Schweiz; Dez. 1935 Verhaftung in Stuttgart wegen illeg. Arbeit in der Gruppe Lilo Herrmann, nach U-Haft Nov. 1937 vom OLG Stuttgart Verurteilung zu viereinhalb Jahren Zuchthaus wegen Vorb. zum Hochverrat; 1935 – 40 Haft im Zuchthaus Ludwigsburg u. ab 1941 KZ Welzheim/Württ., anschl. unter Polizeiaufsicht; 1941 – 43 Registraturangest. der Rhenania-Ossag Mineralölwerke AG in Bremen; 1943 – 45 kriegsdienstverpflichtet an die Bremer Atlaswerft, 1941 – 45 DAF, Ende 1944 Volkssturm Berlin.
1945 Red. beim NWDR Stuttgart, freier Schriftsteller; 1946 Wiedereintritt in die KPD, Mitbegr. des KB zur demokrat. Erneuerung Dtl. u. des Kampfbunds gegen den Fasch. in Bremen; Febr. 1946 Red. beim NWDR Hamburg. Mai 1946 – Aug. 1947 Intendant des Senders Köln des NWDR, holte  Karl-Eduard von Schnitzler u.  Karl Gass in die neue »Pol. Abt.« des NWDR; Aug. 1947 Entlassung aus polit. Gründen auf Veranlassung der CDU (Adenauer) u. der brit. Alliierten; Okt. 1947 Übersiedl. in die SBZ, SED; Nov. 1947 – Juli 1950 Obmann der Abt. Kunst u. Lit. bzw. Ref.-Ltr. Musik u. Theater bei der Dt. ZV bzw. im Min. für Volksbildung Berlin; 1950 – 54 Gen.-Intendant der Städt. Theater Leipzig; 1951 – 77 Mitgl. der DAK/AdK; 1952 NP; 1953/54 Kand. der SED-BL: Leipzig; Aug. 1954 – 63 Intendant der Dt. Staatsoper Berlin, 1955 Inszen. von Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg« anläßl. der Wiedereröffnung des Gebäudes der Staatsoper Unter den Linden; schriftsteller. Tätigkeit; 1954 – 59 Kand., 1959 – 77 Mitgl. des ZK der SED; 1958 Prof.; 1958 Med. für Kämpfer gegen den Fasch.; 1958 – 67 Präs. des KB (Nachf. von  Johannes R. Becher); 1959 NP; 1963 u. 1965 VVO; 1967 – 78 Vors. des Präsidialrats des KB; Mitgl. des NR der NF; 1968 KMO, Dr. h. c. der Phil. Fak. der HU Berlin; 1970 KMO; 1973 Ehrenspange zum VVO; gest. in Berlin.

Publ.: Briefe, die nie geschrieben wurden. Lilo Herrmann zum Gedächtnis. Berlin 1967; Fürchtet euch nicht. Berlin 1968; Ich war nicht nur Schauspieler. Erinnerungen eines Theatermannes. Berlin, Weimar 1972.
AnK; BRB

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