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Burianek, Johann

* 16.11.1913, † 2.8.1952
Widerstandskämpfer, Schauprozeßopfer

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Düsseldorf; Vater Schuhmachermeister; Lehre als Maschinenschlosser, 1932 Übersiedl. in die ČSR, 1932/33 als tschechoslowak. Staatsangeh. bei der dt. Luftwaffe; 1933 – 39 Landhelfer im Krs. Gardelegen, 1939 dt. Staatsbürgerschaft, 1939/40 Schlosser in Düsseldorf, 1940 – 45 Wehrmacht.
Ab 1945 Dreher u. Hilfsmechaniker in versch. Berliner Betrieben, 1950 – 52 Hilfsmechaniker im VEB Secura; seit 1950 Mitgl. der KgU, Verteilung von Flugblättern, Mitgliederwerbung, Ermittl. u. Erkundung von Brücken für Sabotageaktionen; B. plante offenbar, eine Brücke in Erkner zu sprengen, das Vorhaben wurde aber nicht realisiert; 15.5.1952 Todesurteil in einem Schauprozeß, 2.8.1952 Hinrichtung in Dresden.
B. steht für die militante Phase der KgU, die 1950 – 52 mehrere Sprengstoffanschläge mit verheerenden Folgen plante, welche aber nicht ausgeführt worden sind.

Sek.-Lit.: Fricke, F. W., Engelmann, R.: »Konzentrierte Schläge«. Staatssicherheitsaktionen u. polit. Prozesse in der DDR 1953 – 1956. Berlin 1998.
ISK

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