Biographische Datenbanken

Lindemann, Rosa

* 21.2.1876, † 13.6.1958

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 21. Februar 1876 in Spandau als Rosa Liesegang. Mit acht Jahren kam sie mit den Eltern nach Berlin-Moabit, wo ihr Vater eine Stelle als Wächter gefunden hatte. Verkäuferin in einem Textilwarengeschäft, seit 1895 verheiratet mit Karl Lindemann, gemeinsam traten sie am 1.Mai 1909 in die SPD ein. Mit der linken USPD kam sie 1920 in die KPD, aktiv in der IAH, der RHD und der ARSO. Von 1920 bis 1933 Abgeordnete der Stadtverordnetenversammlung von Groß-Berlin. Nach 1933 leitete sie eine Widerstandsgruppe im Bezirk Tiergarten, in der vor allem Frauen aktiv waren. Im November 1944 starb ihr Mann, ihr Sohn Erich fiel vermutlich beim Einmarsch der Roten Armee in Nauen. 1945 Sachbearbeiterin im »Amt für soziale Fürsorge« in Finkenkrug, 1946 als Rentnerin in Berlin-Moabit in der Kommunalpolitik der KPD/SED aktiv. 1953 übersiedelte sie zu ihrer Tochter nach Falkensee. Rosa Lindemann starb am 13. Juni 1958 in einem Pflegeheim in Staaken.

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Karl Dietz Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
Karl Dietz Verlag Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Tel. 030 - 29 78 45 34

Zum Abkürzungsverzeichnis