Biographische Datenbanken

Lux, Friedrich

* 28.9.1892, † 28 bis 193

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 28. September 1892 in Imten/Krs. Wehlau in Ostpreußen. In seiner Jugend ging er nach Hamburg, wo er im Hafen arbeitete. 1908 schloß er sich der Arbeiterjugend an, war seit 1911 in der Gewerkschaft organisiert. Im Weltkrieg Soldat an der Westfront. 1918 Eintritt in die USPD, kam mit deren linkem Flügel 1920 zur KPD und beteiligte sich im Oktober 1923 am Hamburger Aufstand. Lux arbeitete bis 1929 als Schauermann im Hamburger Hafen, trat dort Anfang 1929 als Führer eines wilden Hafenarbeiterstreiks hervor. Von 1928 bis 1933 Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft, Mitglied der BL Wasserkante. Im Frühjahr 1929 hauptamtlicher Sekretär der KPD Wasserkante, auf dem XII. Parteitag im Juni 1929 wurde er zum Mitglied des ZK gewählt und als hauptamtlicher RGO-Sekretär tätig. Lux war Anhänger Heinz Neumanns und propagierte die Parole »Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft!« auch in Hamburg. Im März 1931 gehörte er zu der Gruppe Hamburger KPD-Bürgerschaftsabgeordneter, die wegen des Mordes an Ernst Henning eine Schlägerei mit den Abgeordneten der NSDAP begannen. Im Sommer 1932 als Anhänger der Neumann-Gruppe wieder aus dem ZK entfernt, er wurde Mitarbeiter im AM-Apparat Hans Kippenbergers und galt nun als »GPU-Mann des Nordens«. Er beteiligte sich früh an Vorbereitungen, die KPD in die Illegalität zu führen. In Kopenhagen richtete er Ende 1932 einen Parteistützpunkt ein, von dem aus im Falle eines Parteiverbots die politische Arbeit im norddeutschen Raum koordiniert werden sollte. Nach dem Reichstagsbrand und den ersten Verhaftungen versuchte Lux, die illegale KPD-Organisation in Hamburg zu reorganisieren, wurde aber am 15.Juli 1933 von der Gestapo verhaftet. Friedrich Lux ist durch schwere Mißhandlungen am 6.November 1933 im KZ Fuhlsbüttel ermordet worden.

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Karl Dietz Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
Karl Dietz Verlag Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Tel. 030 - 29 78 45 34

Zum Abkürzungsverzeichnis