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Müller, Anton

* 15.1.1888, † 25.8.1943

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 15. Januar 1888 in Wehringen/Krs. Augsburg; Lehre und Arbeit als Bäckergehilfe. Von 1910 bis 1912 Militärdienst in Mainz, anschließend Bäcker in Frankfurt am Main. Bereits vor 1914 Mitglied der SPD, bis 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg, Verwundung. Danach wieder Bäcker in Frankfurt am Main. Seit 1918 Mitglied der USPD, ab 1920 der KPD. 1931 Kursant der Reichsparteischule »Rosa Luxemburg« in Fichtenau bei Berlin. Im April 1932 für den Wahlkreis Hessen-Nassau in den Preußischen Landtag gewählt. Ab Februar 1933 hielt sich Müller einige Monate verborgen und leitete die RGO im Bezirk Hessen-Frankfurt. Später reiste er nach Mitteldeutschland, lebte zunächst illegal in Leipzig und war ab Dezember 1933 in Gera Leiter der illegalen RH für Thüringen, Deckname Theo. Am 2. Juni 1934 festgenommen und am 7. Januar 1935 vom Thüringischen OLG zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Anton Müller kam am 25. August 1943 im Zuchthaus Untermaßfeld ums Leben.

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