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Rau, Fritz

* 12.5.1904, † 20.12.1933

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 12. Mai 1904 in Stuttgart, Sohn einer Arbeiterfamilie; Buchdrucker, Mitglied der Kommunistischen Jugend Deutschlands. Im Herbst 1923 wurde er verhaftet und mit zwölf anderen württembergischen KJD-Funktionären zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach seiner Freilassung begann er als Volontär, später als Redakteur an der »Süddeutschen Arbeiterzeitung« in Stuttgart. Mitte der zwanziger Jahre kam er nach Berlin und wurde Redakteur der Zeitung »Die junge Garde«. Für Robert Leibbrand, der im Juli 1926 in den Apparat der KJI nach Moskau berufen wurde, übernahm Fritz Rau das Agitpropressort im Sekretariat des ZK des KJVD. Im Sommer 1928 reiste auch er nach Moskau und wurde auf dem V. Weltkongreß der KJI in das Exekutivkomitee gewählt. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde Rau erneut Redakteur der »Süddeutschen Arbeiterzeitung« in Stuttgart, übernahm 1932 die Chefredaktion der Zeitung »Klassenkampf« in Halle und gehörte in dieser Eigenschaft dem Sekretariat der BL Halle-Merseburg an. 1933 illegal aktiv, bereits im September 1933 in Berlin verhaftet, wurde Fritz Rau am 20.Dezember 1933 in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden. An seinen Selbstmord glaubten die Angehörigen nicht, vermutlich wurde er ermordet. Im Mai 1934 wurde Fritz Raus Sohn Walter geboren, dessen Mutter war Liselotte Herrmann, die im Juni 1938 hingerichtete Widerstandskämpferin.

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Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
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