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Rötzscher, Otto Helmut

* 30.4.1891, † 22.8.1932

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


(* 1891 – † 1932)
Geboren am 30. April 1891 in Halle, Sohn eines Dekorationsmalers; besuchte die Präparandenanstalt und das Lehrerseminar in Zschopau und war von 1910 bis 1917 Volksschullehrer in Niederlautenstein im Erzgebirge und in Geringswalde. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er nicht zum Militär- und Kriegsdienst eingezogen. 1917 erhielt er eine Stelle als Volksschullehrer in Chemnitz. Er trat 1919 der SPD bei, im Herbst 1920 der KPD. Bis 1924 Sekretär für Gewerkschaftsarbeit der KP in Chemnitz. 1926 wurde Rötzscher als Abgeordneter in den Sächsischen Landtag gewählt, dort Sekretär der kommunistischen Parlamentsfraktion. Er war Anhänger des rechten Parteiflügels und gehörte 1928/29 zu den fünf Abgeordneten des Sächsischen Landtags, die in Opposition zum ZK standen. Deshalb am 1.April 1929 aus der KPD ausgeschlossen, trat Rötzscher der KPO bei und wurde 1929 zu den Sächsischen Landtagswahlen nominiert, da die KPO keinen Sitz erhielt, aber nicht gewählt. Im August 1930 trat er zur SPD über. Otto Rötzscher, der schwer tuberkulosekrank war, starb am 22.August 1932 in Chemnitz.

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