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Schäfer, Paul

* 15.9.1894, † 11.3.1938

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 15. September 1894 in Erfurt; Arbeiter in einer Schuhfabrik, Soldat im Ersten Weltkrieg, 1918/19 Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates und Mitbegründer der KPD-Ortsgruppe Erfurt. Er war Betriebsratsvorsitzender, 1920 aktiv bei der Abwehr des Kapp-Putsches und 1923 Führer einer Roten Hundertschaft in Erfurt. Dort Mitbegründer des RFB und ab Mai 1924 Stadtverordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der KPD. Ab Sommer 1925 hauptamtlicher IAH-Sekretär für Großthüringen und ab März 1931 in gleicher Funktion im Bezirk Hessen-Frankfurt. Schäfer floh 1933 ins Saargebiet, im März 1935 nach Frankreich, war aktiv in der KPD-Emigration. Dann kam er in die Sowjetunion. Er wurde am 11. März 1938 in Moskau vom NKWD verhaftet und der Spionage für Deutschland beschuldigt. Paul Schäfer wurde am 17. Mai 1938 zum Tode verurteilt und am 26. Juli 1938 erschossen. Rehabilitiert am 12.September 1989. In der DDR-Geschichtsschreibung ist bis zum Ende fälschlich behauptet worden, Paul Schäfer sei im März 1937 als Angehöriger der Internationalen Brigaden bei Guadalajara in Spanien gefallen.

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