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Schilling, Ernst

* 25.10.1901, † 25.11.1954

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 25. Oktober 1901 in Berlin, Sohn einer alleinerziehenden Pelznäherin; wurde Bäcker. Seit 1923 Mitglied der KPD. 1925/26 Betriebsratsvorsitzender einer Brotfabrik in Berlin-Weißensee, 1927 UB-Instrukteur der KPD-BL Berlin-Brandenburg, dann ab 1931 Mitarbeiter der sowjetischen Handelsvertretung. Schilling gehörte dem AM-Apparat an, absolvierte 1932/33 unter dem Decknamen Moritz einen Lehrgang an der M-Schule der Komintern in Moskau. Er kam 1933 zur illegalen Arbeit nach Deutschland, war ab Januar 1934 in der ?CSR KPD-Grenzabschnittsleiter. Im November 1938 emigrierte er nach Großbritannien, dort von September 1939 bis Mai 1940 Mitarbeit im »Czech Refugee Trust« (verantwortlich für Arbeitsbeschaffung). Schiller lebte ab 1940 als Farm- und Forstarbeiter in Cumberland, war von Juli bis Dezember 1940 auf der Isle of Man als »feindlicher Ausländer« interniert, anschließend bis 1947 Bäcker in London. Hier 1943 in der KPD-Parteileitung und Mitglied der Bewegung Freies Deutschland. Im August 1947 kehrte er nach Berlin zurück, Mitglied der SED, zeitweise Sekretär, von 1949 bis 1953 1. Vorsitzender des ZV der IG Nahrung-Genuß-Gaststätten und Mitglied des FDGB-Bundesvorstandes. Ernst Schilling starb am 25. November 1954 in Ost-Berlin.

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