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Schmidt, Marie

* 10.2.1895, † 14.6.1971

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren als Marie Kühn am 10. Februar 1895 in Egelsbach bei Darmstadt, zweitjüngste von sieben Töchtern eines Landwirts. Sie ging nach Darmstadt »in Stellung«. Im April 1914 heiratete sie den Stukkateur Adolf Theodor Schmidt. Über die proletarische Freidenkerbewegung, wo sich beide stark engagierten, gelangte Marie Schmidt in die KPD. Sie wurde in den Gemeinderat von Egelsbach gewählt und als Rednerin für die KPD in Hessen bekannt. Dabei soll sie sehr aggressiv aufgetreten sein, erhielt deshalb den Namen »Rote Marie«. Am 15. November 1931 als eine der drei weiblichen Abgeordneten in den Hessischen Landtag gewählt, hielt sie ihre einzige kleine Rede im Februar 1932 in der Debatte zu einer Regierungsvorlage. Im März 1933 mit ihrem Mann verhaftet, nach einigen Wochen entlassen. Ihr Sohn Theo flüchtete 1934 ins Saargebiet und ging 1936 nach Spanien, wo er als Angehöriger der Internationalen Brigaden 1937 bei Taragona fiel. Nach dem Tod ihres Mannes 1943 arbeitete Marie Schmidt in einem Frankfurter Postamt. 1945 übersiedelte sie nach Neu-Isenburg zu ihrer Tochter Margot, wurde wieder Mitglied der KPD und des DFD und zog sich dann aus dem politischen Leben zurück. Marie Schmidt starb am 14.Juni 1971 in Neu-Isenburg.

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