Biographische Datenbanken

Schneider, Richard

* 12.8.1876, † 26.2.1941

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 12. August 1876 in Crottendorf/ Erzgebirge, Sohn eines Kleinbauern; Landarbeiter, übernahm 1912 den väterlichen Hof von sechs Hektar. Von 1914 bis 1918 Soldat im Weltkrieg. Durch die Not der Kleinlandwirte während der Krise und Inflation 1923 radikalisiert, schloß er sich 1924 dem kommunistischen »Bund schaffender Landwirte« an und übernahm 1925 den Vorsitz dieser Organisation im Bezirk Erzgebirge-Vogtland. Ab 1926 Mitglied der KPD, zeitweise Gemeindevertreter in Crottendorf und Kreistagsmitglied von Annaberg. Von 1929 bis 1933 gehörte Schneider dem Sächsischen Landtag an und war Agrarexperte der KPD. Ab 1932 Mitglied der Reichsleitung des »Bundes schaffender Landwirte«, im März 1933 wurde er verhaftet, befand sich bis Herbst 1934 in »Schutzhaft« im Gefängnis Annaberg und im KZ Colditz. An den Haftfolgen starb Richard Schneider am 26. Februar 1941 in Crottendorf.

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Karl Dietz Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
Karl Dietz Verlag Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Tel. 030 - 29 78 45 34

Zum Abkürzungsverzeichnis