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Czechowski, Heinz

* 7.2.1935, † 21.10.2009
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Dresden; Vater Beamter; Ausbildung zum graf. Zeichner u. Reklamemaler; Arbeit als Bauzeichner; 1958 – 61 Studium am Inst. für Lit. »Johannes R. Becher», Schüler von  Georg Maurer; 1961 – 65 Lektor beim Mitteldt. Verlag Halle; 1962 erster Gedichtband »Nachmittag eines Liebespaares«, mit dem sich C. in die sog. Sächs. Dichterschule einreihte; 1963 – 79 SED, gestrichen; 1964 Kunstpreis der Stadt Halle; 1965 – 71 freischaff. Schriftst. (Lyrik, Kinderstücke, Nachdichtungen, Essays, Hrsg. von Anthologien); 1971 – 73 liter. Mitarb. der Bühnen der Stadt Magdeburg; ab 1973 freischaff. Schriftst.; Mitunterz. der  »Biermann-Resolution«; 1977 Heinrich-Heine-Preis; das MfS zählte ihn zum »feindlich-negativen Kern der Kulturschaffenden«; ab 1979 vom MfS u. a. im OV »Lyrik« erf.; 1982 – 91 Mitgl. des PEN-Zentrums DDR; 1984 Heinrich-Mann-Preis.
1990 Stadtschreiber in Bergen-Enkheim; 1991 Mitgl. des PEN-Zentrums Bundesrep. Dtl.; 1991 – 93 Präs.-Mitgl. des PEN-Zentrums Bundesrep. Dtl.; 1996 Hans-Erich-Nossack-Preis; 1998 Stadtschreiber in Dresden; 2001 Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau; gest. in Frankfurt (Main).
Unpathet. Lyriker, anfängl. Verbindung von Natur- u. Gedankenlyrik, später skeptischere philos.-hist. Gedichte; erfolgr. Autor von Kinderstücken.

Publ.: Wasserfahrt. Halle 1967; Schafe u. Sterne. Halle 1974; Was mich betrifft. Halle 1981; Der Meister u. Margarita (Stück nach M. Bulgakow). Berlin 1986; Mein Venedig. Gedichte u. andere Prosa. Berlin 1989; Nachtspur. Gedichte u. Prosa. Zürich 1993; Mein Westfälischer Frieden. Paderborn 1998; Das offene Geheimnis. Gedichte. Düsseldorf 1999; Die Zeit steht still. Düsseldorf 2000; Seumes Brille. Düsseldorf 2002; Schriften. Düsseldorf 2003; Die Pole der Erinnerung. Autobiogr. Düsseldorf 2006.
Sek.-Lit.: Emmerich, W.: H. C. In: Krit. Lex. zur dt.-sprachigen Gegenwartslit. München 1978 ff.
AnK

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