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Czepuck, Harri

* 30.7.1927, † 14.6.2015
Journalist, Vorsitzender des VDJ

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); Vater Textilarb.; Volksschule; 1942 Ausbildung
zum Versicherungskfm.; 1944/45 Wehrmacht, Gefr.; April 1945 – 49 erst sowj., dann poln. Kriegsgefangenschaft; Jan. 1949 Red. der dt. Kriegsgefangenen-Ztg. »Die Brücke«.
Juli 1949 in die SBZ entlassen; SED; Sept. 1949 Volontär, später Red. der Ztg. »Neues Dtl.«, dort 1954 – 58 Abt.-Ltr., 1958 – 62 Korrespondent in Bonn, 1962 Mitgl. des Red.-Kolleg.; 1967 – 71 Mitgl. der Westkommission beim PB des ZK der SED; 1967 – 71 stellv. Chefred. des »Neues Dtl.«, wegen grundsätzl. Differenzen mit Chefred.  Joachim Herrmannüber die Medienpol. abgelöst; Mitautor von Fernsehfilmen: »Doering sagt, wie’s ist« (1965) u. »Ich – Axel Cäsar Springer« (1968/ 69); ab 1967 Vors. des VDJ, ab 1971 hauptamtl.; 1977 VVO; 1981 durch den Sekr. des ZK der SED Joachim Herrmann zum Rücktritt veranlaßt; 1971 – 81 Vizepräs. der Internat. Journalistenorg.; ab 1981 Mitarb. der Liga für Völkerfreundschaft; 1984 Invalidenrentner; anschl. freier Journalist.
1990 PDS; Mitbegr. der Ges. für gute Nachbarschaft mit Polen, dann Mitgl. der Dt.-Poln. Ges. der Bundesrep. Dtl.

Publ.: Meine Wendezeiten. Erinnerungen, Erwägungen, Erwartungen. Berlin 1999; Fragen an die DDR. Berlin 2003 (Mitautor); Glanz u. Elend eines Weltunternehmens (Zeiss Jena). Werder 2007.
BRB

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