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Schultz, Willi

* 23.7.1896, † 12.3.1961

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 23. Juli 1896 in Berlin, Sohn eines Oberkellners; lernte Stukkateur. Ab 1916 Soldat im Weltkrieg, 1918 Mitglied der USPD, 1920 der KPD. 1919 Übersiedlung nach Fürstenberg/Havel, ab 1923 Leiter der dortigen KPD-Ortsgruppe. Ab 1926 Stadtverordneter und bis 1933 Vorsitzender der KPD-Fraktion in Fürstenberg. Im Mai 1924 verhaftet und im August 1925 vom Reichsgericht zu zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt, durch die »Hindenburg-Amnestie« Ende 1925 vorzeitig entlassen. Schultz wurde 1928 zum Abgeordneten des Landtags von Mecklenburg-Strelitz gewählt und gehörte auch der BL Mecklenburg an. Im März 1933 verhaftet und in das KZ Oranienburg gebracht, nach acht Monaten »Schutzhaft« im November 1933 entlassen, anschließend wieder Bauarbeiter. Von 1939 bis 1942 bei der Wehrmacht, dann zur Organisation Todt dienstverpflichtet. Ab Juni 1945 Mitglied und Funktionär der KPD/SED, von 1948 bis 1950 2. Sekretär der SED Neustrelitz, später Mitarbeiter des Rates des Kreises Neustrelitz. Willi Schultz starb am 12. März 1961 in Fürstenberg/Havel.

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