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Schumann, Wilhelm

* 18.1.1896, † 14.2.1974

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 18. Januar 1896 in Hannoversch Münden, Sohn eines Fabrikarbeiters; Metall- und Bauarbeiter, 1913 Mitglied der SPD. Ab 1915 Soldat im Weltkrieg, geriet in französische Kriegsgefangenschaft und kam 1919 als einer der letzten aus einer Strafkompanie zurück. Nach dem Kapp-Putsch 1920 trat er in die KPD ein, später war er Orgsekretär der RGO für den Bezirk Hessen, Bürgervorsteher und Kreistagsabgeordneter in Hannoversch Münden. Schumann wurde am 5. März 1933 in den Preußischen Landtag gewählt, konnte sein Mandat aber wegen der einsetzenden Verfolgung nicht ausüben. Über ein Jahr wirkte er illegal für die KPD, geriet dann in Berlin in die Verhaftungsaktion nach dem »Röhm-Putsch« und wurde am 4. Juli 1934 festgenommen. Nach monatelangen Verhören und schweren Mißhandlungen bei der Gestapo 1935 vom 1. Strafsenat Kassel zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt und danach bis April 1945 im KZ Buchenwald festgehalten. 1945 wieder Mitglied der KPD, er wurde Vorsitzender des Kreisausschusses des DGB in Hannoversch Münden sowie von August bis Oktober 1946 Mitglied des ernannten Hannoverschen Landtages. Später trat er politisch nicht mehr hervor. Wilhelm Schumann starb am 14.Februar 1974 in Hannoversch Münden.

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