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Seß, Karl

* 1.4.1855, † 19.11.1939

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 1. April 1855 in Grevesmühlen/ Mecklenburg, Sohn eines Schusters; lernte selbst Schuster, ging auf Wanderschaft, leistete seinen Militärdienst und trat 1879 in die SPD ein. Während des Sozialistengesetzes einige Wochen inhaftiert, gehörte Seß, der in Güstrow als Schuhmacher, Händler und Fabrikarbeiter tätig war, zu den Mitbegründern der SPD-Ortsgruppe. Er war Vertrauensmann der SPD in Mecklenburg und kandidierte 1898 im Wahlkreis Mecklenburg-Schwerin erfolglos zum Reichstag. 1905 übersiedelte er nach Hamburg, war dort ebenfalls Schuhmachermeister und lebte seit 1915 in Hamburg-Bergedorf. 1919 Mitglied der USPD, ging Seß Ende 1920 mit der Mehrheit der Hamburger USPD-Organisation zur KPD. Von 1920 bis 1927 Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft, zunächst für die USPD, dann für die KPD. In den Jahren bis 1933 war er Bürgervertreter und Mitglied des Landesausschusses in Bergedorf. Karl Seß starb am 19. November 1939 in Hamburg.

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