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Stahmer, Heinrich

* 4.7.1897, † 19.11.1958

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 4. Juli 1897 in Swinemünde; besuchte die Bergbauschule. 1917 als Soldat an die Front geschickt. Nach dem Weltkrieg ließ er sich in Hamburg nieder, schloß sich der USPD an und ging mit der USPD-Mehrheit 1920 zur KPD. Arbeiter am Hamburger Staatskai. Er wurde 1924 in die Hamburger Bürgerschaft gewählt, ab 1927 Mitglied der BL Wasserkante. Nach dem Ausschluß John Wittorfs wurde er 1928 Vorsitzender der Bürgerschaftsfraktion der KPD. Stahmer stand im Gegensatz zur Mehrheit der Hamburger Funktionäre 1928/29 auf der Seite der Versöhnler. Im März 1930 aus der Partei ausgeschlossen und mit den Vorwürfen »parlamentarischer Kretinismus« und »Parteifeind« beschimpft. Er trat zur SPD über und blieb bis Ende 1930 Abgeordneter der Bürgerschaft. 1932 schloß er sich der SAP an und wurde deren Spitzenkandidat bei den Bürgerschaftswahlen. 1945 wieder Mitglied der SPD, Vorarbeiter am Staatskai. Am 19. November 1958 ist Heinrich Stahmer tödlich verunglückt, als eine Barkasse im Hamburger Hafen unterging.

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