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Steffelbauer, Kurt

* 16.2.1890, † 10.1.1942

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 16. Februar 1890 in Görlitz, Sohn eines Konditormeisters. Nach einer Lehrerausbildung unterrichtete er an Schulen im Landkreis Görlitz. Im Oktober 1913 als Einjährig-Freiwilliger zum Militärdienst, im Mai 1915 schwere Verwundung. Im Mai 1916 als Leutnant der Reserve entlassen, 1917/18 Lehrer in einem evangelischen Waisenhaus in Beirut. Zurück in Deutschland und zunächst arbeitslos, bewarb er sich um eine Anstellung bei der Deutschen Demokratischen Partei, der er von 1918 bis 1920 angehörte, wurde dann Sekretär der Reichsgewerkschaft des Deutschen Eisenbahner-Verbandes. 1924 trat er in die KPD ein, ab 1927 Lehrer in Berlin-Wedding. Wegen seiner Mitgliedschaft in der KPD, seines Engagements in der Lehrergewerkschaft und der Berliner »Interessengemeinschaft oppositioneller Lehrer« wurde er im Februar 1933 von den Nationalsozialisten aus dem Schuldienst entlassen, im Herbst jedoch wieder eingestellt. Steffelbauers Wohnung diente nach 1933 als Anlaufstelle für Kuriere des ZK der KPD. Seit dem Frühsommer 1934 leitete Steffelbauer illegale Gruppen aus entlassenen und noch im Schuldienst befindlichen Lehrern. Als der Gestapo im Krieg Flugblätter und Schriften aus diesem Kreis in die Hände fielen, hat sie ihn am 28. Mai 1941 festgenommen. Am 10.Januar 1942 vom 2. Senat des VGH gemeinsam mit Arthur Emmerlich u. a. zum Tode verurteilt, wurde Kurt Steffelbauer am 21. Mai 1942 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

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Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
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