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Steidle, Josef

* 24.2.1908, † 20.6.1938

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 24. Februar 1908 in St. Georgen/ Krs. Tettnang; Bootsbauer. 1930 Eintritt in die KPD, zunächst Stadtteilkassierer, später im AM-Apparat der KPD tätig. Anfang 1932 Teilnehmer eines Lehrgangs an der M-Schule der Komintern in der Sowjetunion. Nach Rückkehr Orgleiter des AM-Apparates der KPD in Württemberg. Beim Versuch, mit dem Reichstechniker Wilhelm Kox zusammenzutreffen, wurde er am 14. Juni 1933 festgenommen, aber im Dezember 1933 aus der »Schutzhaft« entlassen. Steidle übernahm im Frühjahr 1934 die Leitung des Nachrichtenapparates der KPD in Württemberg, arbeitete eng mit Stefan Lovacz und Liselotte Herrmann bei der Beschaffung und Weiterleitung geheimer Rüstungspläne des NS-Regimes zusammen. Josef Steidle wurde am 7. Dezember 1935 verhaftet, vom 2. Senat des VGH am 12.Juni 1937 zum Tode verurteilt und am 20.Juni 1938 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

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