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Dallmann, Siegfried

* 9.2.1915, † 29.7.1994
NDPD-Funktionär, Finanzminister des Landes Brandenburg

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Rörchen (Krs. Naugard, Hinterpommern/Rurka, Polen); Vater Pfarrer; Volksschule u. Gymnasium in Gollnow (Pommern); 1933 – 38 Studium der Rechts- u. Wirtschaftswiss. an den Univ. Greifswald, Köln u. Jena; NS-Gaustudentenführer in Thür.; 1934 Mitgl. der NSDAP; 1938 1. jur. St.-Ex., bis 1940 Referendar sowie Assistent an der Univ. Jena; 1940 – 43 Wehrmacht; 1943 – 48 sowj. Kriegsgefangenschaft, Mitarb. des NKFD, Assistent an der Zentr. Antifa-Schule in Krasnogorsk.
1948 Rückkehr nach Dtl.; Mitarb. im Wirtschaftsmin. von Sachsen-Anh.; 1948 Mitgl. des FDGB u. Mitbegr. der NDPD; Mitgl. des Hauptaussch. u. des PV bis Jan. 1990, 1952 – 87 zunächst HA-Ltr. »Pol. Studium u. Kultur«, 1963 – 87 Sekr. des Hauptaussch. der NDPD; 1950 – 52 Abg. des Brandenb. Landtags u. Finanzmin. des Landes; 1950 – März 1990 Abg. der Volkskammer (Nachf. von Ingo von Koerber), 1950 – 63 Vors., 1963 – 67 stellv. Vors. ihres Verfassungs- u. Rechtsaussch., 1967 – 86 Vors. der NDPD-Fraktion (Nachf. von  Wolfgang Rösser); 1951 – 54 Fernstudium an der DASR Potsdam, Dipl.-Staatswiss., 1972 dort Prom. zum Dr. rer. pol.; 1951 – 68 Mitgl. des Präsidialrats des KB, ab 1987 dessen Ehrenmitgl.; ab 1966 Vizepräs. der DDR-Liga für die Vereinten Nationen; 1967 – 71 stellv. Vors. der Interparl. Gruppe, 1967 – 86 stellv. Vors. des Aussch. für Ausw. Angelegenh., danach Vors. des Mandatsprüfungsaussch. der Volkskammer (Nachf. von  Friedrich Pfaffenbach); 1970 VVO; ferner Stern der Völkerfreundschaft; ab 1975 Vizepräs. des Freundschaftskomitees DDR-Portugal, ab 1981 des Kuratoriums DDR-Japan; 1987 Ruhestand; bis Nov. 1989 ehrenamtl. Mitgl. des Präs. des Hauptaussch. der NDPD; seit dem kooperativen Beitritt der NDPD zum Bund Freier Demokrat. im März 1990 dessen Mitgl., später Mitgl. der FDP.

BRB; HME

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