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Sychalla, Konrad

* 25.11.1888, † 14.9.1959

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 25. November 1888 in Bobrownik/ Oberschlesien; lernte Gärtner, übersiedelte nach Senftenberg, als Landschaftsgärtner tätig. Seit 1907 Mitglied der SPD, 1917 Übertritt zur USPD. Sychalla war einer der Führer der revolutionären Bewegung im Senftenberger Braunkohlerevier und Obmann der USPD. Als Vorsitzender des USPD-Kreisverbandes Calau und des Regierungsbezirkes Frankfurt/Oder kam er Ende 1920 mit der linken USPD zur KPD. Delegierter auf dem Vereinigungsparteitag im Dezember 1920, der ihn – ebenso wie der VII. Jenaer Parteitag 1921 – in den ZA wählte. 1921 KPD-Kreistagsabgeordneter in Calau. Er zählte zum linken Flügel der KPD und wurde 1924 Polleiter des Bezirks Lausitz (der 1925 aufgelöst wurde). Vom Mai bis Dezember 1924 war Sychalla KPD-Reichstagsabgeordneter. In den folgenden Jahren Funktionär im Bezirk Berlin-Brandenburg-Lausitz, gehörte 1925/26 zur linken Opposition, von der er sich aber 1926 wieder trennte. 1928 zog er nach Berlin, wo er als Arbeiter lebte und kleinere Parteifunktionen ausübte, war u. a. Polleiter in Berlin-Zehlendorf. Nach 1933 illegale Arbeit, zeitweise Aufenthalt in der Tschechoslowakei, kurze Zeit verhaftet, dann bis Kriegsende Arbeiter. 1945 wieder Mitglied der KPD bzw. SED, er wurde stellvertretender Hauptabteilungsleiter in der Deutschen Zentralverwaltung für Land- und Forstwirtschaft. Zuletzt Leiter der Abteilung Erwerbsgartenbau in der DWK, dann wohnte er schwerkrank in Berlin-Zehlendorf. Konrad Sychalla starb am 14. September 1959 in West-Berlin.

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